Produktionsnotizen

Max Manus’ Geschichte ist wichtig. Sie erzählt uns vom Kampf mit allen Mitteln für eine Gesellschaft, an die man glaubt – ein Kampf, der für den Rest des Lebens Narben auf der Seele hinterlassen kann. Max sieht einen Freund nach dem anderen sterben, und jedes Mal verliert er ein Stück von sich selbst. Gleichzeitig setzen wir Max Manus, seiner ,Oslo-Gang’ und ihren Leistungen ein Denkmal. Es gibt Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt – und manche Dinge, für die es sich zu sterben lohnt.

So beschreiben die Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandberg ihren Film Max Manus, der mit über 1,2 Millionen Besuchern der erfolgreichste norwegische Film der letzten 35 Jahre ist und als norwegischer Beitrag ins Oscar®-Rennen um den besten fremdsprachigen Film 2009 geht.Max Manus Es handelt sich um eine norwegisch-deutsch-dänische Koproduktion (mit B&T Film als deutschem Koproduktionspartner), in dem neben der norwegischen Schauspielelite auch die deutschen Stars Ken Duken und Oliver Stokowski in tragenden Rollen zu sehen sind.

Anders als die Kriegsfilme der Vergangenheit zeigt Max Manus die Deutschen nicht als Karikaturen des Bösen, sondern als Gegner und wirft auch einen Blick darauf, warum so viele Deutsche ihre persönlichen Werte über Bord warfen und sich der Denke der Nazis verschrieben und indoktrinieren ließen. Max Manus’ Gegenspieler war Siegfried Fehmer, der ansässige Leiter der Gestapo, ein gelehrter, attraktiver und charmanter Polizeibeamter aus München, der Norwegen und seine Einwohner liebte und nicht müde wurde, sein Unverständnis darüber zu äußern, warum sich die Norweger gegen die Nazis zur Wehr setzten. Seiner Ansicht nach wollten die Deutschen nur das Beste für Land und Leute.

Der Film konzentriert sich auf die Schlacht zwischen diesen beiden starken und charismatischen Persönlichkeiten und folgt dem Titelhelden durch eine Reihe von spektakulären Sabotageaktionen in der norwegischen Hauptstadt, die mit viel Mühe und Einsatz so ausgestattet wurde, wie sie von 1940 bis 1945 ausgesehen hatte. Max Manus wirft auch ein Schlaglicht darauf, wie die Deutschen methodisch daran arbeiteten, das Netzwerk des Widerstands aufzudecken.

Max Manus Am Ende ist Max Manus zwar der große Gewinner und Fehmer der ultimative Verlierer, doch seine Nerven waren durch seine Kriegserfahrungen ruiniert: Er suchte im Alkohol Zuflucht. Gerettet wurde Max durch die Liebe einer ungewöhnlichen Frau, die ihm wieder auf die Beine half und großen Anteil daran hatte, dass er nach dem Krieg ein erfolgreicher Geschäftsmann und ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft werden konnte.

„In einer Zeit, in der einem Videospiele nicht enden wollendes Leben verheißen und Krieg etwas ist, was man im Fernsehen konsumiert, hat unser Film eine wichtige Botschaft für unser Publikum: Gewalt ist hässlich und hat ernsthafte Konsequenzen, körperlich wie mental. Wir wollten betonen, wie unsere Hauptfiguren als Menschen nach und nach aufgerieben werden durch ihre Erfahrungen.“, kommentiert das Regieduo Rønning und Sandberg.

Max ManusSeit seiner königlichen Galapremiere am 19. Dezember 2008, bei der Max Manus’ Witwe Tikken, mittlerweile 91 Jahre alt, und ihre Kinder ebenso anwesend waren wie Max’ enger Freund und Weggefährte Gunnar Sønsteby, der höchstdekorierte norwegische Bürger überhaupt, hat Max Manus das Publikum im Sturm erobert. In Norwegen machten ihn mehr als 1,2 Millionen Kinobesuchern zur erfolgreichsten norwegische Produktion der letzten 35 Jahre. Er gewann im Anschluss sieben Amanda Awards und fünf Kanon Awards. Im norwegischen Ausland wurde Max Manus bei den renommierten Filmfestivals in Toronto, Hamburg, den Hamptons und in Lübeck umjubelt und geht nun als norwegischer Beitrag ins Rennen um den Auslands-Oscar® 2009.